Buchvorstellung: „Gottes Nähe suchen“ von A. W. Tozer

Wir möchten diese Blog auch nutzen, um euch ein paar Bücher vorzustellen, durch die Sich Jesus uns besonders gezeigt hat und die Jesus gebraucht hat, um an uns zu arbeiten. Es ist für uns im Laufe der Zeit deutlich geworden, dass ein Christ nur in dem Maße wächst, wie seine Erkenntnis Jesu und seine Beziehung zu Jesus wachsen. Manche gesegneten Autoren schaffen es, einen an die Hand zu nehmen und Jesus so vorzustellen, wie sie Ihn kennen gelernt haben. Einer davon ist sicherlich Aiden Wilson Tozer, bei dessen dicht gepackten Ausführungen, man beinahe nach jedem Satz laut zustimmen möchte.

Beginnen möchten wir mit seinem Buch „Gottes Nähe suchen“ (im Englischen „The Pursuit of God“). Gleich zu Beginn des Buches richtet sich Tozer an die Menschen, die ihr geistliches Leben betrachten und sich fragen: „Gibt es da nicht mehr?“, „Wo ist das Feuer?“ Er ruft spricht diejenigen an, die in ihrem Herzen einen tiefen Hunger nach Gott verspüren und nicht in der Lagen sind ihn zu stillen, die Jesus mehr lieben wollen und nicht zufrieden sind, bis sie wirklich von dem klaren Wasser des Lebens getrunken haben.

Er möchte mit ihnen seine Erfahrungen auf der Suche nach Gottes Nähe teilen und es gelingt ihm mit jeder Seite mehr, dem Leser den Mund wässrig zu machen nach dieser geheimnisvollen, intimen und absolut zufriedenstellenden Beziehung mit Jesus, zu der die Bibel eigentlich schon seit hunderten von Jahren einlädt.

Die Lektüre dieses Buches ist keine leichte. Man schafft kaum mehr als eins der durchschnittlich achtseitigen Kapitel auf einmal. Das liegt einerseits an der schieren Fülle der Gedanken und Tiefe der geistlichen Einsichten, aber andererseits auch daran, dass dieses Buch einen immer wieder zu Entscheidungen herausfordert, die einen aus der Komfortzone locken und in letzter Konsequenz radikale Veränderungen im Leben des Lesers bedeuten würden.

Das Buch macht einem klar, dass man es sich in vielen Bereichen des Leben sehr bequem eingerichtet hat und teilweise völlig an dem Leben vorbeilebt, das Jesus einem anbietet, selbst wenn man ein wiedergeborener Christ ist. Es richtet ohne Scheu die Scheinwerfer der Bibel auf die wohlgehüteten Verstecke in unserem Selbst, auf die fest mit unserer alten Natur verwachsenen Sünden wie Selbstliebe, Selbstmitleid, Ehrgefühl, und entlarvt sie als den fleischernen Vorhang, durch den wir Gott bisher nur schemenhaft erkennen konnten.

Es ist unumgänglich diese Abgründe in unserem Wesen zu erkennen und Gott zu übergeben in der tapferen Erwartung, dass die kommende Operation weh tun wird, aber auch in völligem Vertrauen auf Gottes Liebe, die nur auf diesen Schritt wartet, und auf Seine Macht diese Festungen des Satans einzureißen.

Der Leser wird sich im Laufe der Lektüre dieses Buches mit diesem Wagnis konfrontiert sehen, Jesus sein komplettes Leben hinzugeben und sich von allem anderen zu lösen, was er meint festhalten zu müssen. Er wird sich eingestehen müssen, dass seine Vorstellungen von Gott bisher entsetzlich klein und unangemessen gewesen sind, wird aber einen Schimmer der wahren Größe und Heiligkeit des ewigen Gottes erkannt haben. Er wird aber auch die Ermutigung und Versicherung gefunden haben, dass gerade das die Freiheit ist, die Jesus seinen Nachfolgern versprochen hat, dass es außerhalb von Jesus kein wirkliches Leben gibt.

Wer nicht an schwärmerischen Vertröstungen interessiert ist, sondern das echte Leben mit Jesus entdecken möchte, dem wird dieses Buch sicherlich weiterhelfen.