ÜBER UNS

„Ich aber und mein Haus, wir wollen dem HERRN dienen!“

Josua 24, 15

Zwei glückliche Kinder Gottes

Hi, wir sind Julian und Karolina Tenzler aus Bayreuth. Unser Herr Jesus Christus hat uns dazu berufen Ihm als Missionare in Japan zu dienen. Also haben wir diese abenteuerliche Reise angetreten ohne zu wissen, was vor uns liegt. Wir wissen aber, dass Jesus alles weiß und uns sicher führen wird, wie Er es auch bisher getan hat. Unsere Leben gehören ganz Ihm und wir sind auf Seine Wundertaten gespannt. Wir möchten Ihn immer besser kennen lernen, mehr und mehr lieben lernen, sodass Er Sich durch uns ausdrücken kann.

Als Jesus uns im Juli 2017 rief, arbeitete Julian gerade als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bayreuth und schloss seine Doktorarbeit in Mathematik ab. Karolina arbeitete bei Tennet TSO GmbH, einem Übertragungsnetzbetreiber, nachdem sie Mathematik und BWL studiert hatte. Wir lebten in unserem Haus mit einem wunderschönen Garten in Bayreuth und arbeiteten aktiv in unserer Gemeinde mit. Umgeben von Freunden und Familie wären wir nie auf die Idee gekommen irgendwohin anders hin zu ziehen 😊

Wir sind Mitglieder der Bibelgemeinde Bayreuth, einer freien Baptisten-Brüdergemeinde. Julian dient als Prediger und Jungscharleiter und ist verantwortlich für die Technik und Karolina hilft mit die Gottesdienste simultan von Deutsch nach Russisch (oder anderes herum) zu übersetzen.

Zwei glückliche Kinder Gottes

Schon seit unserer Jugendzeit, bevor wir uns kennengelernten haben, hatten wir einen starken Bezug zu Japan gehabt. Wir waren beide fasziniert von den Menschen, der Kultur und den Traditionen dieses Landes. Durch Gottes Führung durfte Karolina 2007/2008 ein Austauschjahr im Norden von Japan verbringen. Kurz nach ihrer Rückkehr lernten wir uns im Oktober 2008 an der Uni Bayreuth kennen, wobei Gott unser Interesse für Japan (und Mathematik) nutzte, um uns zusammenzubringen und uns für einander zu interessieren. Mit der Zeit zeigte Er uns, dass Er uns für einander bestimmt hatte. Unsere Hochzeit im März 2010 war wunderbar gesegnet und seitdem segnet Gott unsere Ehe bis heute. Zweimal schon durften wir in Japan für ein paar Wochen zusammen Urlaub machen.

Im Juli 2017 bekamen wir eines Abends den starken Eindruck, dass Gott uns in Japan haben will, um durch uns als Missionare zu arbeiten. Wir waren bereit Ihm zu folgen, wohin immer Er uns führen wollte. Wenn dies wirklich Gottes Wille war, dann musste Er uns auch den Weg zeigen und alles so einrichten, dass diese Vision Wirklichkeit werden konnte. Seitdem hat uns Gott gezeigt, dass Er uns unter japanischen Studenten arbeiten lassen will – darum sehen wir beide also noch so jung aus 😉

OMF

Er hat uns auch zu der Missionsgesellschaft OMF International (Overseas Mission Fellowship, dt. Überseeische Missions-Gemeinschaft) geführt. Diese wurde am 25. Juni 1865 von Hudson Taylor als China-Inland-Mission gegründet und ist in ganz Ostasien tätig. Wir konnten uns voll und ganz mit ihren Prinzipien und Werten, Visionen und Zielen identifizieren, da sie von ganzem Herzen ihre Abhängigkeit von Gott erklären. Während Besuchen in Mücke, den OMF Hauptquartier in Deutschland, lernten wir viele Geschwister im Glauben kennen, redeten und beteten miteinander und begannen den Bewerbungsprozess mit seinen Millionen von Formularen (OMF wird von seinen Mitarbeiten auch „One Million Forms“ genannt).

Dabei wurde klar, dass es für eine Langzeitarbeit in Japan nötig ist für 2-3 Jahre eine Bibelschule zu besuchen. Wir beteten darüber und erwarteten von Gott, dass er uns seinen Willen offenbarte. Schließlich wurde es für uns immer deutlicher, dass wir (zumindest einen Teil) der Bibelschulausbildung in Japan machen sollten. Als wir uns mit ein paar Missionsveteranen darüber austauschten, wurden wir von allen darin bestärkt. Sie sagten aber auch, dass sie keinen kannten, der bis jetzt diesem Weg gegangen ist, und wir in dieser Beziehung Vorreiter wären… Um in Japan zu studieren muss man die Sprache nicht nur fließend sprechen, sondern auch lesen und schreiben können. Daher arbeiten wir gerade täglich an unseren Japanisch-Kenntnissen. Im Juli waren wir noch auf einem unteren Anfänger-Niveau. Mal sehen, wie schnell Gott uns das verbessern lässt.

Cornerstone

Bis dahin führte uns Gott so, dass wir zuerst von April bis Juli 2018 als Gasthörer an der Freien Theologischen Hochschule in Gießen für drei Tage pro Woche studieren sollen, während wir noch arbeiten. Dann geht es Vollzeit von August 2018 bis Juli 2019 in die Niederland an das Cornerstone Bibel College for Mission Training in Beugen. Dieses haben wir über andere OMF-Bewerber kennen gelernt und Gott machte uns klar, dass es die beste Wahl ist, weil man dort nicht nur eine ausgezeichnete theologische Ausbildung (auf Englisch 👍) bekommt, sondern das ganze auch in einer internationalen Umgebung, da man täglich mit Studenten aus aller Welt lebt und studiert. Im Augenblick arbeiten etwa 120 OMF-Missionare in Japan mit ganz unterschiedlicher kultureller Prägung und Hintergründen. Wir freuen uns schon darauf mit einem so bunten Team zusammenzuarbeiten und wollen, so gut es nur geht, darauf vorbereitet sein.

Den ersten praktischen Schritt in Richtung Japan hat der Herr mit uns gemacht, indem Er uns ganz schnell Mieter für unser Haus geschenkt hat. Wir haben uns nämlich entschlossen schon im Februar 2018 in eine kleinere Mietwohnung zu ziehen, sofern Gott es uns ermöglicht, um etwas Geld zu sparen und uns schon ein Stück zu verkleinern. Prompt bekamen wir ein liebes Ehepaar als Mieter und eine perfekte Mietwohnung ganz in der Nähe. Es ist wunderbar zu sehen, wie Gott Sich um das Haus und das ganze Inventar, das sowieso Ihm gehört, gekümmert hat. Innerhalb weniger Wochen war alles sortiert, eingemottet und untergebracht, verschenkt oder verkauft und wir haben uns von 200 auf 50 Quadratmeter verkleinert. In der ganzen Zeit hatten wir eine übernatürliche Freude und Frieden alles loszulassen. Gott ist wirklich treu und lässt sich nichts schenken ohne es zig-fältig zurückzugeben.

Nun leben wir in unserer kleinen gemütlichen Wohnung und versuchen bis zum Juli noch alle Marmeladengläser und eingelegten Sachen aus unseren Vorräten aufzuessen, während wir fleißig Japanisch lernen. Vor allen Dingen möchten wir Jesus immer näher kennen lernen und Ihn in uns wachsen lassen, damit Er durch uns immer deutlicher sichtbar wird zu Seiner Ehre.